Neuer FH-Entwicklungsplan für den Zeitraum 2018/19 bis 2022/23: mehr Plätze und keine Budgetkürzung

Ca. einen Monat nach Beginn des Studienjahres haben die Fachhochschulen einen neuen Entwicklungsplan für die Jahre 2018/19 bis 2022/23 erhalten. Bis zum Ende der Legislaturperiode sollen mehr als 3.000 neue Plätze geschafften werden, und zwar vor allem im Bereich MINT und Digitalisierung. Die Fördersätze pro Studienplätze werden doch nicht gesenkt.
Im Entwicklungs- und Finanzierungsplan für die österreichischen Fachhochschulen wird u.a. die Anzahl der Studienplatze, ihr Ausbau und die Finanzierung festgelegt. Der letzte Entwicklungsplan lief Ende Juni 2018 aus.

450 neue Plätze für das aktuelle Studienjahr

Im aktuellen Studienjahr 2018/19 wurden 450 neue Plätze geschaffen. Für die Jahre 2020/21 und 2021/22 sollen jeweils 330 AnfängerInnenplätze hinzukommen, 2022/23 noch weitere 340. Damit wird das Ausbautempo im Vergleich zu früheren Jahren reduziert, denn in den letzten sieben Jahren kamen im Schnitt mehr als 400 AnfängerInnenplätze pro Studienjahr hinzu. Wenn man noch die 450 AnfängerInnenplätze von 2018/19 berücksichtigt, dann schafft der neue FH-Entwicklungsplan bis 2022/23 über alle Studienjahre gerechnet mehr als 3.000 neue StudienanfängerInnenplätze, im Vollausbau bis 2024 werden es rund 3.700 sein.

Keine Senkung der Fördersätze

Die zweite Maßnahme zur Weiterentwicklung der Fachhochschulen ist, dass die Fördersatzhöhen nicht mit 1.1.2020 gesenkt werden, sondern bis 31.12.2023 auf dem derzeitigen Niveau verbleiben.

Planungssicherheit für die nächsten Jahre

Die FHK (Fachhochschulkonferenz), die Vertretung der FH-RektorInnen, zeigte sich erfreut, dass nun wieder für die nächsten Jahre Planungssicherheit bestehe. Allerdings wünscht man sich noch einen stärkeren quantitativen Ausbau, um mittelfristig den Bedarf der Wirtschaft an AbsolventInnen decken zu können und das Ziel der Bundesregierung zu erreichen, dass 30 Prozent der StudentInnen in Österreich an Fachhochschulen studieren. Weiters müssten die Fördersätze erhöht werden, um die Inflation abzugelten. Quelle: APA
Autor: red.
05.11.2018